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Teil I – Rethinking Locality. Artistic and Curatorial Methodologies 

Zeitgenössische künstlerische und kuratorische Praktiken oszillieren zwischen zwei scheinbar widersprüchlichen Ansätzen: Auf der einen Seite steht die Tradition des Modernismus mit ihrem Anspruch, eine gemeinsame Sprache von Formen und Anliegen zu schaffen, die spezifische kulturelle oder nationale Schranken überschreitet. Dieses universalistische Vorhaben zielt auf eine allumfassende, womöglich utopische Solidarität aller Kulturen. Auf der anderen Seite können wir in den letzten Jahren eine Hinwendung zum Spezifischen oder Lokalen beobachten: Künstler*innen und Institutionen solidarisieren sich mit Minderheiten und bieten marginalisierten Gruppen ganz bewusst eine Bühne. Einige von ihnen arbeiten mit lokalen Gemeinschaften und nutzen die Kunst – in der sogenannten Community Art oder in partizipatorischen und aktivistischen Kunstpraktiken –, um eine bestimmte Agenda zu unterstützen.

19:00–19:45 Vortrag von BORIS GROYS
20:00–20:45 Paradise on Earth, Filmvorführung
21:00–22:30 Diskussion mit Alexander Koch, Cecylia Malik, Oliver Marboeuf und Nataša Petrešin-Bachelez, moderiert von Aneta Rostkowska

Eine Veranstaltung der Akademie der Künste der Welt

Mittwoch, 23. Mai 2018
Einlass: 18 Uhr
Beginn: 19 Uhr