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Nächster livestream: Danny Grissett Trio
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Eine Fernseh-Aufnahme des Dave Brubeck-Quartetts aus dem Jahr 1959. 9/8 mit 4/4-Swing. Und damit revolutionär zur damaligen Zeit. Brubeck hatte den ungewöhnlichen Rhythmus offenbar erstmalig bei türkischen Musikern gehört, dadurch der Name des Stücks. In der klassischen Besetzung mit Dave Brubeck, Paul Desmond, Joe Morello und Gene Wright. Perfektes Solo von Brubeck… und eine Zuschauersituation, die die Zeit und den Stil beschreibt.

Ich höre immer wieder gern die Live-Aufnahme aus Portland, die auf einem Album ebenfalls 1959 verewigt ist – kaum einige Monate vor dem berühmten Album »Time Out« aufgenommen. 

1. Two Part Connection (oo:00)
2. The Lonesome Road (13:20
3. Take The “A” Train (21:35
4. When The Saints Go Marching In (37:02
5. I’m In a Dancing Mood (44:21
6. Someday My Prince Will Come (48:06
7. Drum Feature (58:26)

Man beachte neben allem anderen das großartige Drum-Solo von Joe Morello im letzten Stück. Dazu passt eine Aufnahme, bei der man fast den Eindruck hat, er reagiere auf ein (über)langes Bass-Solo von Gene Wright… um dann alle und alles in Grund und Boden zu spielen.

https://youtu.be/7Kx1GVYPOos

Eigene Erinnerungen kann ich mit der Live-Aufnahme aus 1967 in Juan-les –Pins zumindest insoweit verbinden, als ich das Vergnügen hatte, dort zwei Festivals in den 1990er Jahren miterleben zu dürfen. Ein besonderes Erlebnis unter freiem Himmel, liegt der Veranstaltungsort in Juan-les-Pins stets unter freiem Himmel, wenn auch leider hier nur als Audio-Aufnahme.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/28/Jazz_%C3%A0_Juan.jpg/220px-Jazz_%C3%A0_Juan.jpg

Pinède Gould, Auftrittsort des Jazzfestivals, 2003

01.St.Louis Blues (William C.Handy)…(00:00
02.Forty Days On A Desert (Dave Brubeck)…(09:29
03.One Moment (Dave Brubeck)…(15:43)
04.Mexican Folk Song (Trad.)…(24:41
05.Blues For Joe Morello (Dave Brubeck)…(31:53
06.Take Five (Paul Desmond)…(39:30
07.Take The “A” Train (Billy Strayhorn))…(44:38
08.Cassandra (Dave Brubeck)…(51:08). 

Das Dave Brubeck-Quartett kann man quasi ohne Ende hören. Deshalb hier noch eine Video-Aufnahme mit einem Interview von Brubeck mit Ralph J. Glaeson (ab 04:40, aus der Sendung »Jazz Casual«), zum Thema »Die Zukunft des Jazz« und über seine revolutionäre Idee der 9/8 und 5/4-Rhythmen.

1. Take Five 
2. Interview with Dave Brubeck 
3. It’s a Raggy Waltz 
4. Castillian Blues 
5. Waltz Limp 
6. Blue Rondo a la Turk (26:30)

Emerson Lake und Palmer spielten in ihrem Stil in 4/4 dieses Stück , einen größeren Unterscheid kann es kaum geben. Hier ein Schnipsel hierzu mit Clint Eastwood, Keith Emerson und Dave Brubeck.


Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.

Die ersten fünf Ausgaben

Unser regelmäßiger Podcast über das Lesen und Gelesenwerden. Was haben die Bücher mit dem Leben zu tun?

Siebte Folge: Wolfgang Frömberg im Gespräch mit der Mitbegründerin und Mitherausgeberin Elisa Metz über »Grapefruits – A Fanzine About Female* Composers and Sound Artists« sowie die neue Ausgabe zum Thema Punk.

Der Saxofonist Joe Henderson schrieb »Recorda Me« schon im zarten Alter von 15 Jahren, es erschien auf seinem Debütalbum »Page One« 1963, das in der phantastischen Besetzung Joe Henderson (tenor saxophone) Kenny Dorham (trumpet) McCoy Tyner (piano) Butch Warren (bass) Pete La Roca (drums) eingespielt wurde und deshalb hier an der Spitze steht. Das Stück begleitete Henderson  sein Leben lang, er variierte das Thema immer wieder, es wurde zum Jazz Standard, genutzt von vielen anderen Künstlern, sogar im Film »One night with blue note« mit Freddie Hubbard, Herbie Hancock, Ron Carter und Tony Williams. 

Als Bildmaterial ist ein Konzert aus 1994 aus der Münchener Philharmonie am Gasteig im Netz abrufbar.

Joe Henderson, tenor sax  – Bheki Mseleku, piano – George Mraz, acoustic double bass – Al Foster, drums)

Und wer mehr Joe Henderson hören möchte, dem sei ein Konzert aus dem Jahr 1982 vom North Sea Jazz Festival ans Herz gelegt – ein gutes Stück experimenteller, auch durch die andere Besetzung mit ausschließlich persons of color:  Freddie Hubbard ( flugel, trumpet), Joe Henderson ( tenor saxophone), Ron Carter (bass), Tony Williams (drums), Kenny Barron (piano).

Auch hier taucht Ricarda me auf (ab 25:00 ) mit angesichts der tollen Besetzung nicht überraschende, aber sensationellen Solo-Einlagen etwa von Kenny Barron (28:55) und Tony Williams (30:00). Great Stuff !!

»Clear Ways«  – »A Quick Sketch« – »Recorda Me« – »You Don’t Know What Love Is« – »Spiral Sister Cheryl« – »Birdlike«


Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.

Peter Protschka

Unser wöchentlicher Podcast über das Leben, die Musik und alles, was dazugehört.

33. Folge: Wolfgang Frömberg im Gespräch mit dem Trompeter und Komponisten Peter Protschka.

Foto: Gerhard Richter

2018, Whirlwind

Der polnische Bassist Wojtek Mazolewski brachte seine Musik zunächst in Polen heraus, bevor sie auf Michael Janischs Londoner Whirlwind Label international verfügbar wurde. Die Band spielt 13 überwiegend nach Städten benannte Stücke, die meisten Eigenkompositionen von Mazolewski, die sich durch eingängige Melodien auszeichnen. Ebenso ansprechend sind auch die Arrangements, die genau die richtige Balance treffen zwischen durchkomponierten melodiösen Teilen und improvisatorischem Freiraum, zwischen Eingängigkeit und Ecken und Kanten bis hin zu Free Jazz-Elementen. Der Titelsong »Polka« ist ein gutes Beispiel. Er beginnt mit in die Beine gehendem Rhythmus, der sich durch das gesamte Stück zieht. Dann setzt ein Bläsersatz mit einem Riff ein, bevor Pianistin Joanna Duda ein melodisch und rhythmisch wohlstrukturiertes Solo spielt und Tenorsaxofonist Marek Pospieszalski kurz à la Michael Brecker soliert. »Berlin« startet mit einem an Techno angelehnten Rhythmus, der dann einen afrikanischen Touch bekommt mit kurzen Einwürfen der Bläser. Die CD endet mit „Theme de Yoyo“, einem Stück des Art Ensemble of Chicago, das mit einem fast zu glatten Bläserarrangement beginnt, das aber ganz schnell und immer wieder mit freien Tönen durchbrochen wird. Mazolewski legt einen groovenden Bass darunter, und alle Band Mitglieder erhalten Gelegenheiten zu Solos. Wojtek Mazolewski schafft es mit dieser CD, anspruchsvolle Musik in einer Weise darzubieten, die auch für Zuhörer, die keine Hardcore-Jazz-Fans sind, gut anzuhören ist.

Text: Hans-Bernd Kittlaus

Zwei Luftfilteranlagen sorgen für gutes Klima. Alle Jazz-Konzerte weiterhin auch digital.

Zur Vermeidung der Übertragung von Krankheiten, Viren und Bakterien gelten im King Georg wie bereits vor dem letzten Lockdown strenge Hygieneregeln. Diese werden entsprechend der jeweils aktuellen Corona Schutzverordnungen des Landes NRW ständig überprüft und angepasst. 

Die Belüftungsanlage im King Georg wurde 2019 neu eingebaut. Wir arbeiten mit zwei mobilen leistungsstarken HEPA-Luftfilteranlagen, die eine fast 100%ige Luftsäuberung von sämtlichen Partikeln im gesamten Raum sicherstellen. Mit unserem Überprüfungsgerät kontrollieren wir dabei die Partikelbelastung der Luft – sie ist immer viel besser als auf dem Bürgersteig. Zusätzlich arbeiten wir im Raum mit einer Frischluftanlage über zwei Lüfter, die Frischluft ansaugen und verbrauchte Luft ableiten. Die eigenständige ebenfalls mit HEPA-Filter ausgestattete Klimaanlage ermöglicht davon unabhängig, die Raumtemperatur auf das gewünschte Niveau zu regulieren.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird unabhängig davon empfohlen.

Das King Georg Team

Adele Superstar. »Hometown Glory« – mit 16 Jahren im Jahr 2004 schrieb sie selbst diesen Song – natürlich erkennt man schon den heutigen Stil, die unverwechselbare Stimme, vorgetragen im Jahr 2009 in der Carson Daly Show. Und man erkennt die Jazz-Basis, das Können.

Noch deutlicher wird dies vielleicht durch ihr Konzert bei dem North Sea Festival aus dem gleichen Jahr 2009, dort mit demselben Song (33:50)

https://youtu.be/b3j_mGGD6j0

0:00 Cold Shoulder 
5:00 Best For Last 
9:37 Right As Rain 
13:40 Many Shades of Black 
18:23 First Love 
21:30 Tired 
26:10 Make You Feel My Love 
30:40 Fool That I Am
33:50 Hometown Glory 
38:00 Crazy For You 
42:24 That’s It, I Quit, I’m Moving On 
45:05 Chasing Pavements

Diese musikalische Kunst lässt sich auch mit einem anderen Beispiel gut dokumentieren, unplugged gespielt: »Cold Shoulder«

You say it’s all in my head 
And the things I think just don’t make sense 
So where you been then? Don’t go all coy 
Don’t turn it round on me like it’s my fault 
See I can see that look in your eyes 
The one that shoots at me each and every time 
You grace me with your Cold Shoulder 
Whenever you look at me I wish I was her 
You shower me with words made of knives 
Whenever you look at me I wish I was her 
These days when I see you 
You make it look like I’m see-through 
Do tell me why you waste our time 
When your heart ain’t admitting you’re not satisfied 
You know I know just how you feel 
I’m starting to find myself feeling that way too 
When you grace me with your Cold Shoulder 
Whenever you look at me I wish I was her 
You shower me with words made of knives 
Whenever you look at me I wish I was her 
Time and time again, I play the role of fool (Just for you) 
Even in the daylight when you (?) (I see you) 
Try to look for things I hear but our eyes never find 
‘Though I do know how you play 
You grace me with your Cold Shoulder 
Whenever you look at me I wish I was her 
You shower me with words made of knives 
Whenever you look at me I wish I was her 
You grace me with your Cold Shoulder 
Whenever you look at me I wish I was her 
You shower me with words made of knives
 

Wer fragt, warum Adele ihren unfassbaren Erfolg hat, der muss nur zuhören. Zu einer unverwechselbaren Stimme gesellt sich eine phantastische Musikalität… und außerdem ein unverstellter Humor. Bildmaterial ist dafür eine Fahrt des Journalisten James Corden in London mit seiner Freundin Adele durch die Stadt. Unterwegs singen sie ein paar ihrer größten Hits und Adele rappt Nicki Minajs »Monster« (2016).

Zum Abschluss zurück zur Carson Show aus dem Jahr 2009 und dem Song »Melt my Heart to Stone« vom Album »Adele19«. Es bleibt dabei: Auch und gerade für eingefleischte Jazzer absolut anhörenswert!!


Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.