Mit »Perspective« entscheidet Jerry Lu den CJS Kompositionswettbewerb für sich. Ein Preis, dem die Zukunft gehört. Hier das Gewinnerstück – und Impressionen von der ersten Preisverleihung im King Georg.


Full Jazz Support: v. L. n R.: Hans-Bernd Kittlaus, Jerry Lu, Kristina Brodersen, Jochen Axer, John Goldsby

Der Kompositionswettbewerb, den die Cologne Jazz Supporters ausgeschrieben hatten, um Jazz-Musiker*innen während der Coronakrise zu unterstützen, ist entschieden. Aus 60 hochkarätigen Einsendungen hat die prominente Jury um Martin Sasse, Theresia Philipp und John Goldsby drei Preisträger*innen gewählt.

Jerry Lu, Kristina Brodersen, Marcel Tusch

Herzliche Glückwünsche gehen an Gewinner Jerry Lu sowie an Kristina Brodersen und Marcel Tusch, die ihm auf den Plätzen zwei und drei folgen. Diese neue künstlerische Herausforderung durch die CJS hat allerdings mehr als drei ausgezeichnete Kompositionen hervorgebracht. Die hohe Qualität vieler Einreichungen zeigt, dass der Wettbewerb eine zukunftsträchtige Inspiration darstellt.

Erster Platz: »Perspective«

Jerry Lu »Perspective«

Die erste Preisverleihung erfolgte am 4. August im Rahmen des Konzerts von Jerry Lu und Stefan Pfeifer-Galilea, von den Gewinner*innen konnte allein Marcel Tusch nicht anwesend sein. Es wurde ein rundum schöner Abend.

»Wir freuen uns, dass die Musiker*innen den Wettbewerb so gut angenommen haben und dass er so viele gelungene Kompositionen hervorgebracht hat.« 

CJS- Vorsitzender Jochen Axer

Alle Preisträger*innen kommen aus Köln. Der Wettbewerb ist mit Geldpreisen von € 1.500, € 1.000 und € 500 plus Auftritten im King Georg Jazz-Club dotiert. Nicht nur die Ausgezeichneten, auch weitere Teilnehmer*innen sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Musik live bei uns zu präsentieren. Und der Wettbewerb hat vermutlich nicht zum letzten Mal stattgefunden. Der Vorstand der CJS zeigt sich jedenfalls sehr zufrieden.

 

Vorsitzender Dr. Jochen Axer: »Die CJS haben sich als gemeinnütziger Verein der Förderung des Jazz in Köln und Umgebung verschrieben. Mit diesem Wettbewerb wollen wir Musiker*innen mehr Sichtbarkeit geben und in dieser schwierigen Corona-Zeit helfen. Wir freuen uns, dass die Musiker*innen den Wettbewerb so gut angenommen haben und dass er so viele gelungene Kompositionen hervorgebracht hat.« 

Hans-Bernd Kittlaus, 2. Vorsitzender: »Selbständige Jazz-Musiker*innen sind wirtschaftlich besonders schwer von den Corona-Restriktionen betroffen. Mit dem Wettbewerb wollten wir ihnen einen Anreiz geben, die freie Zeit produktiv zu nutzen, und auch zumindest einigen durch die Geldpreise und bezahlten Auftritte finanziell zur Hilfe kommen. Die CJS würden sich freuen, neue Mitglieder und Spender begrüßen zu können, damit wir diesen Kompositionswettbewerb regelmäßig durchführen können.« 

Fotos: Gerhard Richter

Der Kompositionswettbewerb des Cologne-Jazz-Supporters e.V. (CJS) für Jazzer aus NRW hat mit 60 (!) Einsendungen ein überwältigendes Echo gefunden. Die Jury mit den renommierten Musiker*innen Martin Sasse, Theresia Philipp und John Goldsby war begeistert von der Qualität der eingereichten Kompositionen. Nun stehen die Gewinner*innen fest.


Jerry Lu

Der erste Platz des CJS Kompositionswettbewerbs geht an das Stück »Perspective« von Jerry Lu.

Der junge Pianist wird in diesem Jahr sein Master-Studium an der Kölner Musikhochschule abschließen. Er hat sich bereits als Musiker etabliert und schon einige Preise als Pianist gewonnen, dies ist sein erster als Komponist. 

Die Komposition »Frida Kahlo« von Kristina Brodersen liegt auf Platz 2.

Die Saxofonistin ist seit langem in der deutschen Jazz-Szene etabliert und auch international erfahren. Sie hat schon einige CDs unter eigenem Namen herausgebracht.

Marcel Tusch gewinnt mit seinem Stück »Minkus« den dritten Preis.

Der Pianist ist seit vielen Jahren als Musiker und Komponist im In- und Ausland tätig und hat bereits 4 CDs veröffentlicht. Er betreibt in Köln eine Musikschule.    

Alle Preisträger*innen kommen aus Köln. Der Wettbewerb ist mit Geldpreisen von € 1.500, € 1.000 und € 500 plus Auftritten im Kölner King Georg dotiert. Der Vorstand der CJS zeigt sich sehr zufrieden.

Jochen Axer un Hans-Bernd Kittlaus im Gespräch


Vorsitzender Dr. Jochen Axer: »Die CJS haben sich als gemeinnütziger Verein der Förderung des Jazz in Köln und Umgebung verschrieben. Mit diesem Wettbewerb wollen wir Musiker*innen mehr Sichtbarkeit geben und in dieser schwierigen Corona-Zeit helfen. Wir freuen uns, dass die Musiker*innen den Wettbewerb so gut angenommen haben und dass er so viele gelungene Kompositionen hervorgebracht hat.“ 

Hans-Bernd Kittlaus, 2. Vorsitzender: »Selbständige Jazz-Musiker*innen sind wirtschaftlich besonders schwer von den Corona-Restriktionen betroffen. Mit dem Wettbewerb wollten wir ihnen einen Anreiz geben, die freie Zeit produktiv zu nutzen, und auch zumindest einigen durch die Geldpreise und bezahlten Auftritte finanziell zur Hilfe kommen. Die CJS würden sich freuen, neue Mitglieder und Spender begrüßen zu können, damit wir diesen Kompositionswettbewerb regelmäßig durchführen können.« 

Viele Shows im King Georg

Dr. Jochen Axer ist auch Betreiber des King Georg samt Jazz-Club und Klubbar: »Wir können nur drei Preise vergeben, aber es waren unter den eingereichten Stücken deutlich mehr, die uns berührt haben. Daher werden wir über die Preisträger*innen hinaus weitere Teilnehmer*innen zu Konzerten ins King Georg einladen.« 

Die Preisverleihung wird am 4. August 2020 im King Georg Jazz-Club stattfinden. Preisverleihung und anschließendes Konzert von Jerry Lu im Duo mit Saxofonist Stefan Pfeife-Galilea werden im Live-Stream übertragen.

Live-Fotos der Gewinner*innen und Porträts von Martin Sasse und John Goldsby: Gerhard Richter. Porträt Theresia Philipp: Tino Kukulies

Hans-Bernd Kittlaus zur Idee hinter dem neuen Kompositionswettbewerb. Und die Jury-Mitglieder John Goldsby und Martin Sasse im Gespräch mit Jochen Axer über die baldige Entscheidung.


Worum es beim CJS-Kompositionswettbewerb geht, der ins Leben gerufen wurde, um Jazz-Musiker*innen während der Corona-Krise zu unterstützen: Es durften neue, das heißt noch nicht veröffentlichte und/oder öffentlich gespielte und/oder auf Tonträger veröffentlichte Jazz-Komposition von Jazz-Musiker*innen mit Wohnsitz in NRW eingereicht werden. Die drei Gewinner*innen erwarten Preise in Höhe von 1.500, 1.000 und 500 Euro plus Auftritte im King Georg (solo bis Quartett).

Die Jury, die sich aus Martin Sasse (Vorsitzender), Theresia Philipp und John Goldsby zusammensetzt, steht seit dem Einsendeschluss vor einer so reizvollen wie schwierigen Aufgabe: Aus 60 hochkarätigen Einsendungen die drei besten drei zu wählen, die in den Bewertungkriterien vorne liegen: Qualität der Komposition für Jazz-Aufführungen, insbesondere melodische  Qualität. Die Bekanntgabe erfolgt nächste Woche. Doch zunächst stehen die Juroren Martin Sasse und John Goldsby Jochen Axer im Gespräch Rede und Antwort.

Außerdem Hans-Bernd Kittlaus und Jochen Axer von den Cologne Jazz Supporters im Gespräch zu den Hintergründen: