Andreas Theobald (Hammondorgel), Paul Prassel (E-Gitarre), Finn Wiest (Schlagzeug)

Seit nun über 80 Jahren bietet die Hammondorgel Tastenmusikern eine Vielfalt an Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten und Generation nach Generation begibt sich auf die Suche nach ihrem eigenen, frischen Sound. Ebenso wenig wie der Jazz tot ist, ist es das elektromechanische Ungetüm. Auf dieser Suche befinden sich auch Paul Prassel, Andreas Theobald und Finn Wiest, die sich an der Kölner Musikhochschule kennengelernt haben. Im Repertoire des Trios sind Jazz Standards, sowie Eigenkompositionen der drei jungen Musiker.

Ein Konzert aus der Reihe »First Steps Together«

Foto: Maria Nicolaus

Jerry Lu (Piano), Stefan Rey (Kontrabass), Niklas Walter (Schlagzeug) Tom Gaebel (Gesang plus evtl. Posaune)

Als 15 jähriger hat man es bekanntermaßen nicht so leicht:

Die Kindheit ist vorbei, erwachsen ist man aber noch lange nicht – normalerweise kein Grund für große Feierei, für feucht-fröhlichen Jubel. Was soll man auch den Schampus kaltstellen, wenn man ihn eh noch nicht trinken darf!

Ganz anders bei TOM GAEBEL. Der lässt zum 15 jährigen Jubiläum die Korken knallen und schenkt sich und seinen Fans ordentlich ein. Kredenzt wird nur das Beste aus 15 Jahren

Gaebel-Geschichte, ein Deluxe-Doppelalbum mit einer Mischung aus alten und neuen Songs, Klassikern und Kuriositäten – und dazu noch eine Live-Bonus-CD voller Sinatra-Favoriten.

Als Geburtshelfer von TOM GAEBELS Karriere gilt Stefan Raab, der mit dem damals noch völlig unbekannten jungen Mann in Smoking und Fliege in seiner Silvesterausgabe von TV TOTAL das Jahr 2005 einläutete. Dann ging alles ganz schnell und bereits im Herbst stellte TOM GAEBEL sich der breiten Masse mit dem treffend betitelten Debüt „Introducing: Myself“ vor. Damit füllte er aus dem Stand heraus eine Nische, die nur darauf gewartet hatte, von ihm besetzt zu werden. Es folgten 15 aufregende und erfolgreiche Jahre mit Album-Produktionen, Konzert-Tourneen und TV-Shows, mit umjubelten Auftritten vor ausverkauften Häusern im In- und Ausland.

Eine intensive Zeit, die man „Mr. Good Life“ aber bis heute nicht ansieht – im Gegenteil: Ausgestattet mit einem ewig jugendhaften Charme singt und swingt sich TOM GAEBEL nach 15 Jahren enthusiastischer über die Bühnen als je zuvor.

Die aber blieben im Corona-Jahr 2020 ja nun mal leider viel zu oft geschlossen und deshalb hat der Wahlkölner seine Energie einfach mit ins Tonstudio genommen. Dort sind jetzt für das BEST OF ganz besondere Jubiläums-Aufnahmen entstanden: Neueinspielungen von sechs seiner persönlichen Favoriten der ersten Alben, zeitlos schön arrangiert für Rhythmusgruppe mit üppiger Streicherbegleitung und garniert mit Flöten und Flügelhörnern.

Ein perfekt gemachtes Bett für den Ausnahmesänger.

„In 15 Jahren ändert sich vieles, nicht nur die Stimme und der persönliche Geschmack, auch die Perspektive.“, meint GAEBEL.  „Ich schaue jetzt einfach anders auf diese Lieder, und daher singe ich sie auch anders.“

Neben den großartigen Neuinterpretationen finden sich aber auch völlig neue Aufnahmen auf dem Album, so z.B. die Eigenkompositionen „Someone Like You“ und „Forever My Love“.

Besonders erwähnenswert auch das locker swingende „Words“, eine Coverversion des Welthits von F. R. David von 1982.

„Dieser Song war mein erster Ohrwurm als kleiner Junge, auch wenn ich damals natürlich keine Ahnung vom Text hatte. Ich dachte immer, das Lied handele von ‚Don Camisi‘, einer Art Kollege von Don Camillo!“, lacht GAEBEL.

„Words don’t come easy“ heißt es natürlich in Wahrheit im englischen Original – Und das weiß auch „Dr. Swing“ schon lange, ist das Englische doch seit jeher seine Musiksprache Nummer eins gewesen mit all den Klassikern des American Songbooks.

Umso größer die Überraschung, wenn man sich den Bonustrack „Quando, Quando, Quando“ anhört, den gibt es nämlich nicht nur auf englisch, sondern auch auf deutsch gesungen – für TOM GAEBEL das erste Mal auf einem eigenen Album!

„Zuerst war es nur ein Gag, auch mal den deutschen Text zu versuchen, aber dann hat mir das derart viel Spaß gemacht, dass ich mittlerweile sogar drüber nachdenke, mein Repertoire zu erweitern. Es gibt so viele tolle deutschsprachige Lieder, warum sollte ich die ungesungen herumliegen lassen?“

Wenn man die letzten 15 Jahre betrachtet, muss man feststellen, dass dieser Blick über den musikalischen Tellerrand für TOM GAEBEL seit jeher Teil seines Selbstverständnisses gewesen ist. Davon zeugen nicht zuletzt die vielen gemeinsamen Aufnahmen mit anderen Künstlern. Ob in jüngerer Vergangenheit mit den Fanta4, oder schon 2008 mit der legendären Jazzkantine, immer wieder hat der Crooner aus Köln den Schritt in unbekannte Gefilde gewagt.

Für sein BEST OF  hat TOM GAEBEL jetzt erstmals  die süßesten dieser musikalischen Früchte zusammengestellt.

Besonders ans Herz gewachsen sind ihm dabei die Aufnahmen mit dem italienischen Produzenten Papik:

„In 15 Jahren bin ich viel herumgekommen, aber in Rom singen und arbeiten zu dürfen, war natürlich eines meiner persönlichen Highlights!“

Ein Highlight für viele Fans wiederum dürfte sich auch auf der Bonus-CD des Deluxe-Albums befinden:

Ein Live-Mitschnitt mit dem großartigen „WDR Funkhausorchester“ und vielen Klassikern von Frank Sinatra.

„Ol‘ Blue Eyes“ ist für TOM GAEBEL ja seit jeher das große Idol und überhaupt der Grund dafür, dass er von Posaune und Schlagzeug zum Gesang gewechselt hat.

Nach wie vor gibt es deshalb bei ihm auch kein Konzert ohne Sinatra-Songs.

Nur eben bisher leider kein Album, trotz der hartnäckigen Bitten seines Publikums.

„Endlich kann ich diese Wunde schließen!“, schmunzelt TOM GAEBEL. „Ein BEST OF kann ja nicht mal ich mir ohne Sinatra vorstellen und das Jubiläum ist jetzt wirklich die perfekte Gelegenheit, um den Fans diese kleine Extra-Freude zu bereiten!“

Nun denn, es darf sich also gefreut und gefeiert werden, wie es sich zum 15 jährigen Jubiläum gehört- die passende Festmusik dazu liefert TOM GAEBEL gleich mit!

THE BEST OF TOM GAEBEL“ ist ab dem 27. November 2020 erhältlich als Deluxe-Doppel-CD und Doppel-Vinyl. Außerdem überall zu hören, wo man Musik herunterladen oder streamen kann.

Norbert Scholly (Gitarre), Reiner Böhm (Piano)

 

Mit dem Gitarristen Norbert Scholly und dem Pianisten Rainer Böhm haben sich zwei Virtuosen auf ihrem jeweiligen Instrument zusammengetan. Im Zusammenspiel entsteht eine Musik, die durch anmutige Melodien und Harmonien geprägt ist. Lyrisch und erzählerisch ist diese Musik, in der jede Note und jeder Ton zum Strahlen gebracht wird. Nachdenklich, fragil, voll zaghafter Poesie. Ein Duo, das mit der Kraft von Melodien umzugehen weiß – und kunstvoll das Piano und die Gitarre zueinander in Beziehung setzt.

Der höllisch swingende Klavierstil des in Stuttgart lebenden Pianisten Thilo Wagner gehört zum Besten, was die deutsche Jazzszene zu bieten hat. Seine halsbrecherischen Läufe mit traumwandlerischer »Punktlandung«, die expressiven Balladen oder die gewaltig groovenden Blueszitate verblüffen und begeistern das Publikum, wo immer er auftritt.

John Marshall (Trompete), John Goldsby (Bass), Timothy Banchet (Schlagzeug)

Der New Yorker Trompeter spielte mit unzähligen Jazzgrößen wie Buddy Rich, Lionel Hampton, Mel Lewis, Dizzy Gillespie, und leitete eigene Formationen. 1992 siedelte er nach Köln um, schloss sich als wichtiger Solist der WDR-Big Band an.  Er tourte aber weiter in Quartett und Quintett – mit Ferdinand Povel, Grant Stewart und anderen in Europa und New York.  15 CDs als Bandleader hat John Marshall mittlerweile rausgebaracht. Seit Dezember 2017 ist John 100% freiberuflich und entwickelt sich weiter – auch als Sänger. Der weltbekannter Kontrabassist John Goldsby und der niederländische Pianist Timothy Banchet begleiten John im King Georg im Trio-Konzert.

Moritz Preisler (Piano)

 

Moritz Preisler ist ein deutscher Pianist und Komponist, der in Köln lebt. Jazzklavier-Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Sebastian Sternal, Hubert Nuss, Claudius Valk, Niels Klein, Jürgen Friedrich, Frank Gratkowski und Paulo Álvares. Momentan komponiert Moritz Preisler hauptsächlich für sein 2017 gegründetes Trio und sein Solo-Programm. Ein weiteres aktuelles Projekt ist das kollektive Trio Aerosol, bei dem es um freie Improvisation und elektro-akustische Mischformen geht. Er konzertiert europaweit und ist Mitglied in verschiedenen Ensembles wie etwa dem Daniel Tamayo Quintet, der Thiago Gois Band, Ilja Gussarov’s Musik-Tanz-Performance-Projekt Farewell To Sorrow oder dem Kammerorchester No Strings Attached. Seit November 2019 ist er Mitglied des französischen Orchestre National de Jazz des Jeunes unter der Leitung von Franck Tortiller. Daneben unterrichtet er an der städtischen Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn und ist in diversen interdisziplinären Kontexten aktiv.

 

Ein Konzert aus der Reihe »Young Talents«

Oliver Leicht (Klarinette, Altklarinette), Hendrik Soll (Piano)

 

Die beiden Instrumentalisten begeben sich auf eine kammermusikalische Reise durch unterschiedliche musikalische Gefilde des Genres Jazz. Kompositionen von Leicht und Anleihen aus dem Great American Song-Book in speziellen Versionen bilden dasProgramm, das stets changiert zwischen Komposition und Improvisation, zwischen spontaner Interaktion und Arrangement.

Nach einer klassischen Klavierausbildung spielte Hendrik Soll als Jugendlicher in Bandsder Musikszene Ruhrgebiet und studierte dann Jazzklavier an der Musikhochschule Köln. Er hat in den zurückliegenden drei Jahrzehnten freischaffend mit renommierter Künstler*innen der deutschen und internationalen Musikszene zusammengearbeitet und ist in Clubs und bei Festivals rund um den Globus aufgetreten. Neben der Zusammenarbeit mit Oliver Leicht ist Soll aktuell mit dem Matthias Haus Projekt, dem Matthias Bergmann Quintett und dem Ed Partyka Jazz Orchestra aktiv. Nach Lehrtätigkeiten an der „Offene Jazz Haus Schule“ in Köln und der Jazzabteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist Hendrik Soll seit 2010 Professor für Jazzklavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Seit über 25 Jahren ist der Saxophonist und Klarinettist Oliver Leicht auf den Bühnen und in den Studios dieser Welt unterwegs. Er ist seit 2005 Mitglied der HR-Bigband, arbeitet(e) mit so unterschiedlichen Ensembles wie Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass, Bob Brookmeyers New Art Orchestra, [re:jazz] und seinen eigenen Bands. Hier sei vor allem das Nonett [Acht.] hervorgehoben, wo er nicht nur Instrumental, sondern auch als Komponist und Arrangeur tätig ist. All seinen Projekten gemein ist die Suche nach einer Melange aus akustischer und elektronischer Musik. Dies manifestiert sich zum einen in Komposition und Improvisation, zum anderen bei ihm als Interpret durch die Erweiterung seiner Instrumente um elektronische Effekte.

Tobias Weindorf (Piano), Christian Ramond (Bass), Peter Weiss (Schlagzeug).
Gast: Kristina Brodersen (Altsaxofon)

 

Der Kölner Pianist Tobias Weindorf spielt heute mit seinem Trio im Kölner Jazzclub King Georg.  Originalbesetzt mit dem Bassisten Gunnar Plümer und dem Schlagzeuger Peter Weiss, wird Plümer bei diesem Konzert von Christian Ramond vertreten. Ramond, langjähriger Weggefährte Weindorfs und ehemaliger Plümer-Schüler, war unter anderem Mitglied des legendären Engstfeld-Weiss-Quartetts.

Bei einigen Stücken wird das Trio durch die Altsaxofonistin Kristina Brodersen zum Quartett ergänzt. Sie ist Preisträgerin des diesjährigen CJS-Kompositionswettbewerbes und Mitglied der Band von Peter Weiss.

 

Odilo Clausnitzer (WDR):
 »Weindorf, Plümer, Weiss, ein Klaviertrio…erzählt… seine eigenen Geschichten: impressionistisch, filigran, melodiös, angenehm zu hören, aber nie belanglos, geschmackssicher, voller guter Ideen – eine Freude!«

Bert Noglik (MDR):
 »Ja, da spürt man ihn, den Geist des Jazz, der oftmals abhanden zu kommen scheint.« John Taylor: 
»I have known Tobias for many years and have enjoyed watching the growth of his musical talents. He uses his limpid touch and imaginative sense to great effect. His solos are exciting and full of good ideas.«
John Goldsby (WDR-Big Band): »Beautiful, elegant trio playing!«

Henning Neidhardt (Piano)

»Die schönen Töne des Bill Evans«

Sein Solokonzert widmet Pianist Henning Neidhardt einem seiner größten Inspirationsquellen. Ein Abend für und zum Teil mit Bill Evans. Dieser sagte mal: »It bugs me when people try to analyze Jazz as an intellectual theorem. It’s not. It’s feeling.« Diesem Leitfaden möchte Henning Neidhardt heute Abend mithilfe lyrisch-schöner Stücke folgen.

Henning Neidhardt ist Pianist, Keyboarder und Komponist. 1992 in Bocholt geboren, zog es ihn 2013 musikalisch zunächst in die Niederlande nach Amsterdam und Enschede. Das Jazz-Piano Studium (Bachelor Of Music) schloss er 2020 an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab und wirkt seitdem größtenteils in Köln, dem Ruhrgebiet sowie der Gegend um Amsterdam. 2018 wurde Henning mit dem »Steinway & Sons Förderpreis Jazz« ausgezeichnet.​​​​​​ Neben zahlreichen Jazz Projekten, widmet Henning Neidhardt sich dem komponieren und produzieren von Musik für Kurzfilme und veröffentlicht auch unter eigenem Namen Klang-Collage ähnliche Musik.

Ein Konzert aus der Reihe »Young Talents«.

Thomas Rückert (Piano), Reza Askari (Kontrabass)

 

Thomas Rückert und Reza Askari verbindet eine jahrelang währende persönliche und musikalische Freundschaft.

Die beiden wirkten gemeinsam auf unzähligen Veröffentlichungen mit. Thomas und Reza hatten die Gelegenheit mit der Saxophonlegende Lee Konitz zu arbeiten und von ihm zu lernen, vor allem über Jazzstandards stets neue Wege zu suchen und sich nicht in Floskeln zu verlieren.