»Hobo Flats«

Jimmy Smith gilt als der bedeutendste Erneuerer des Orgelspiels im Modern Jazz. Er revolutionierte den Einsatz der B-3-Hammondorgel und machte den Hammond-Sound weltweit populär. Mit seiner von Blues und Gospel stark geprägten funky Spielweise gilt er als ein wichtiger Vertreter des Hard Bop und Soul Jazz. Er nahm in seiner mehr als 50 Jahre langen Karriere mehr als 150 Platten auf. Wenn auch weniger bekannt, ist mein Favorit »Hobo Flats« aus 1963. 

Viel bekannter aber wurde beispielsweise »Walk on the Wild Side«, hier in einer Aufnahme aus dem Jahr 1993 aus der Carnegie Hall mit deren Big Band. 

Der guten Ordner halber hier die Originalaufnahme aus dem Jahr 1962 als erste Einspielung bei Verve. 

Wer Spaß an dieser Musik hat, dem sei dann auch die House Party aus 1957/1958 ans Herz gelegt mit einer fantastischen Besetzung

0:00 Au Privave (A1) 
15:10 Lover Man (A2) 
22:11 Just Friends (B1) 
37:25 Blues After All (B2)

Alto Saxophone – George Coleman (tracks: B1, B2), Lou Donaldson (tracks: A1, A2) 
Drums – Art Blakey (tracks: A1), Donald Bailey (tracks: A2 to B2) 
Guitar – Eddie McFadden (tracks: A2, B1), Kenny Burrell (tracks: A1, B2) 
Organ – Jimmy Smith 
Tenor Saxophone – Tina Brooks (tracks: A1) 
Trombone – Curtis Fuller (tracks: B1, B2) 
Trumpet – Lee Morgan (tracks: A1, B1, B2)

Und wer sich noch mehr mit James O. („Jimmy“) Smith auseinandersetzen will, dem sei die knapp einstündige Dokumentation des NDR aus dem Jahr 1965 über das Jimmy Smith Trio mit keinen geringeren als Billy Hart am Schlagzeug und Quentin Warren an der Gitarre. Mit Einblicken in die 60er Jahre sowohl des Rassismus als auch des Geldverdienens……Und mit welchem Stück endet dieser Film?….»Walk on the Wild Side«.


Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.