»The In Crowd «

Mit diesem Song von Billy Page und dem gleichnamigen Album aus dem Jahr 1965 wurde Ramsey Lewis mit einem Schlag bekannt, kassierte einen Grammy und erreichte Platz 2 der Pop(!)-Charts in den USA. Mag sein, dass dieser Erfolg der Grundwar dafür, dass er sich danach immer mehr dem Pop- und Rhythm ’n’ Blues-Bereich zuwandte. Später entwickelte er dann den sogenannten Ramsey-Lewis-Swing, um sich dann auch wieder dem Gospel zu widmen. Lewis, der 1935 geboren ist, steht insofern insgesamt für einen Smooth-, Pop- und Souljazz. Sein erster Erfolg »The In Crowd«, dessen ursprüngliche Aufnahme mit Clubatmosphäre ich sehr gelungen finde, hat die Zeit überdauert – hier eine weitere Aufnahme mit dem agilen 82jährigen Ramsey Lewis selbst  aus dem Jahr 2017 (Las Vegas) – und natürlich immer noch ein Publikumsrenner.

Die Melodie war 1965 zeitlich parallel mit Text vorgetragen worden, nämlich von Dobie Gray:

I’m in with the in crowd, I go where the in crowd goes
I’m in with the in crowd and I know what the in crowd knows
Anytime of the year, don’t you hear? Dressing fine, making time
We breeze up and down the street, we get respect from the people we meet

They make way day or night, they know the in crowd is out of sight
I’m in with the in crowd, I know every latest dance
When you’re in with the in crowd, it’s so easy to find romance
Any time of the year, don’t you hear? If it’s square, we ain’t there

We make every minute count, our share is always the biggest come out
Other guys imitate us, but the original is still the greatest, in crowd
Any time of the year, don’t you hear? Spendin‘ cash, talkin‘ trash
I’ll show you a real good time, come on with me
Leave your troubles behind

I don’t care where you’ve been, you ain’t been nowhere
Till you’ve been in
With the in crowd, with the in crowd, in crowd

Der Textinhalt zeigt, schon seit langem gibt es das »In-People-Phänomen«, aktuell damals wie heute.

Der Song ist auch später immer wieder zu Ehren gekommen. Vielleicht ist die heute bekannteste Version diejenige von Gregory Porter, der 2013 die Melodie mit etwas ergänztem Text auf seine unnachahmliche Weise interpretierte. 


Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.