»More Today Than Yesterday«

Organ – Charles Earland, Drums – Idris Muhammad, Guitar – Melvin Sparks, Tenor Saxophone – Houston Person, Trumpet – Virgil Jones

Vielleicht nicht das wichtigste Stück auf einer Orgel und sicher auch nicht der bekannteste oder gar beste Orgelspieler – und trotzdem macht mir dieser Song immer gute Laune. Charles Earland  (1941-1999) geboren in  Kansas City, Missouri, war ein US-amerikanischer Organist und Saxophonist, der vorrangig Soul-Jazz spielte. Erst mit 22 startete er sein Orgelspiel. Das hier vorgestellte Lieblingsstück entstammt seinem erfolgreichsten Album »Black Talk!«. Mit seinen späteren Alben konnte er an diesen Erfolg nicht mehr anschließen. In der Disco/Clubszene hatte er demgegenüber mit »Let the Music Play« 1978 einen Hit, den man mit viel Wohlwollen noch als Funky Jazz einsortieren könnte.

Gerade in seinen letzten Lebensjahren war er regelmäßig auf Tournee, dabei 1994 auch auf den Berliner Jazztagen. Die Orgel, gerade die Hammond-Orgel ist und bleibt ein wichtiges Instrument im Jazz – mit vielen herausragenden Künstlern gerade auch in der Neuzeit. Aus subjektiver deutscher Sicht darf Barbara Dennerlein nicht unerwähnt bleiben, aus Kölner und King Georg Sicht nenne ich Clemens Orth und Simon Oslender, die beide bereits tolle Konzerte bei uns veranstaltet haben.

Let the Organ play!! 


Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.