»Rhythm – a – ning«

Heute stelle ich einen der etwas unbekannteren Titel von Thelonius Monk vor, der mich früh erwischte und für mich ein Klassiker der genialen Spielweise von ihm war und ist. Monk war einer der führenden Bebop-Jazzer, der vielleicht in seiner Reputation etwas zu kurz kam. Immerhin war er es der Mitte der 1940er Jahre den jungen Miles Davis und etliche andere insbesondere Komposition lehrte. Nicht von ungefähr schaffte Miles Davis mit einem Monk-Stück »Round Midnight« seinen Durchbruch. Unzählige Aufnahmen mit nahezu allen Größen seiner Zeit hat er eingespielt.

Monks Art und Weise und seine Auftritte waren eigenwillig, oft mit  »hippem« Kleidungsstil in Anzügen, Hüten und Sonnenbrillen. Auch in der Aufnahme aus 1961 ist seine Eigenart zu bemerken,  mit ausgestreckten Fingern spielen zu können. Ein großartiger Improvisationsstil und seine kompositorische Kennerschaft führten zu etlichen Jazz-Klassikern (unter anderem auch  »Blue Monk«, »Straight, No Chaser«). In der oben zu sehenden Aufnahme von 1961 in Amsterdam spielt er mit seinen Stamm-Musikern Charlie Rouse (Tenorsaxophon), John Ore (Bass) und Frankie Dunlop (Schlagzeug).

In einer von der Tonqualität etwas besseren Live-Aufnahme spielt er neben Charlie Rouse mit Larry Gales (Bass) und Ben Riley (Drums) – 1965 in London

Für diejenigen, die Spaß an Monk haben, noch zwei der besten Alben:

»Monk´s Music«

»Monk’s Dream«



Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.