»Three In One«

John Handy (Altsaxophon), Michael White (Violine), Mike Nock (Piano) Bruce Cale (Bass), Larry Hancock (Drums)

Weniger bekannte Perlen machen besonders Spaß, wenn man sie findet. In diese Kategorie ordne ich »Three In One« ein, ein Stück aus der starken Phase von John Handy (geboren 1933) , der in den  Jahren 1958 und 1959 mit Charles Mingus arbeitete, dort zu hören auf dessen klassischem Album »Mingus Ah Um«, dann auch 1964 mit ihm auf dem Monterey Festival spielte , wo er 1965 mit eigener Band erneut auftrat. 1968 gründete er eine neue Band in der oben genannten Besetzung, die 1968 das Album »Projections« aufnahm, aus dem der Song »Three In One« stammt. Handy kam aus dem Bebop, um gerade mit Charles Mingus neue Dinge auszuprobieren. Er hat dies mit individuellem Stil, teilweise abstraktem Spiel und der Einbeziehung von klassischen Elementen sowie Stilelementen der indischen Musik zeit seines Lebens umgesetzt.

Seine Improvisationsideen lassen sich gut bei den bekannteren Stücken vom Monterey Festival 1965 mit den umfangreichen Stücken  »Spanish Lady« aus 1965 und »If Only We Knew« nachvollziehen.

John Handy (as), Michael White (violin), Gerry Hahn (guitar), Donald Thompson (bass), Terry Clarke (drums)
John Handy (as), Michael White (violin), Gerry Hahn (guitar), Donald Thompson (bass), Terry Clarke (drums)

Mit seinen späteren Arbeiten hat er sich nicht mehr so spürbar in der Weiterentwicklung des Jazz durchgesetzt, war aber immer uneingeschränkt aktiv und hörenswert und erreichte teilweise durchaus ein breiteres Publikum. Dazu noch seinen (fast) Pophit »Hard Work« aus dem Jahr 1976, der auch heute absolute Partyqualität hat:


Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.