»You Must Believe In Spring«

Michel Legrand (piano, vocals), Phil Woods (alto sax), Eric Lagace (bass), Ray Brinker (drums) 22. Festival International de Jazz de Montreal, Spectrum of Montreal, Montreal, Canada, 2001

Ein Songtitel, der Optimismus versprüht – das passt aktuell in die Zeit und den bevorstehenden Frühling.: ursprünglich von Michel Legrand geschrieben für den Film »Die Mädchen von Rochefort« aus dem Jahr 1967.

Allein deshalb stelle ich die auch von Michel Legrand mit Phil Woods eingespielte Live-Version vom 22. Festival International de Jazz de Montreal vor. Aber auch, weil Phlil Woods hier ein wunderbares Solo spielt, mit dem er erstmals auf der Platte »Live at Jimmy’s«  Erfolg hatte – die für ihn nach eigener Erzählung die Rettung seiner Karriere war. Auch wegen dieses Solos ist das Lied einer meiner Lieblingssongs. Und das Konzert insgesamt macht eine Menge Spaß.

Viel bekannter dürfte die Version von Bill Evans sein, eingespielt 1977 in der Carnegie Hall, veröffentlicht nach seinem Tod 1981.

Und natürlich auch in dem Duett von Bill Evans mit Tony Bennett von dem Album  »Together Again« (1976) mit dem entsprechenden Text und einem extrem »soft« singenden Tony Bennett.

When lonely feelings chill 
The meadows of your mind, 
Just think if winter comes, 
Can spring be far behind? 

Beneath the deepest snows, 
The secret of a rose Is merely 
that it knows 
You must believe in spring. 

Just as a tree is sure 
Its leaves will reappear; 
It knows its emptiness 
Is just the time of year. 

The frozen mountain dreams 
Of April’s melting streams, 
How crystal clear it seems, 
You must believe in spring. 

You must believe in love 
And trust it’s on its way, 
Just as the sleeping rose 
Awaits the kiss of May. 


So in a world of snow, 
Of things that come and go, 
Where what you think you know, 
You can’t be certain of, 
You must believe in spring and love.

Zu dem Film »Die Mädchen von Rochefort« schreibt das Lexikon des Internatiomalen Films: »Romantik und illusionäres Spiel verbinden sich zu einer im positiven Sinn naiven Reflexion über das Glücksbedürfnis der Menschen.«  Diese Beschreibung trifft es für mich auch für diese Titelmelodie.


Jochen Axer, Unterstützer des King Georg und über die Cologne Jazz Supporters Förderer vieler weiterer Jazz-Projekte, stellt hier jeden Sonntag einen seiner Favoriten vor.